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Reisen mit dem Wohnmobil - Pro und Kontra

Waldemar in Athen auf dem Lofos Strefi

Welche Reiseform passt zu mir?

Diese Frage ist bei der Reiseplanung eine der entscheidendsten. Vieles weitere ist davon abhängig!

Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Ob es nun via Flugzeug, Auto, Fahrrad oder mit dem Esel um die Welt geht, das ist individuell. Überall gibt es Vor- und Nachteile.

Wir haben uns für den Weg über Land mit einem selbstgebastelten Reisemobil entschieden. 

Hier vergleichen wir nun die Dieselschleuder mit dem Daumen am Straßenrand.

Darum sollte ich mit dem eigenen Fahrzeug verreisen:

  • unabhängige Route
  • Sicherheit durch feste Wände und verschlossene Türen (ja ich geb's zu, ich habe im Zelt oft Schiss, dass mir jemand die Wand einfach mit 'nem Messer aufsticht)
  • kein Schleppen von schweren Rucksäcken - rückenschonend
  • kein ständiger Auf- und Abbau wie bei einem Zelt
  • keine Wartezeiten an gefährlichen Straßen auf den nächsten Mitnehmer
  • Platz für Mitbringsel
  • Privatsphäre
  • Küche, Toilette, Bad
  • Lebensmittel und Trinkwasser auf Vorrat
  • Pausen nur wenn du sie willst
  • Platz für Kleidung und Bücher
  • Kosten für Unterkünfte sparen
  • manchmal muss man sich dem grauenhaften Musikgeschmack von der Person, welche dich beim Trampen mitnimmt, unterordnen
Mercedes Benz T1 Bremer 307d im Originalzustand, verrostet, alt, Oldtimer

An der Küste in Portugal, Hippie auf zeit

Das spricht dagegen:

  • enormer Kostenaufwand (Beschaffungskosten, Sprit, Zollpapiere, Versicherung, Wartung)
  • einige Länder zu bereisen ist unangenehm und teilweise nicht mit eigenem Auto möglich (z.B. in Pakistan wirst du zum Schutz von einer Eskorte begleitet, in China sitzt neben dir ein teurer Guide, Myanmar ist gar nicht möglich)
  • zusätzliche Verpestung der Luft
  • Reisen mit Flugzeug nicht direkt möglich
  • zuviel dabei, man neigt zum Hamstern
  • materieller Ballast stört eventuell bei deiner Selbstfindung
  • du fühlst dich in deiner Metallbox manchmal isolierter als beim Trampen
  • Innenstädte sind selbst mit unseren 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht teilweise unpassierbar
  • die Höhe des Fahrzeugs kann zu Schwierigkeiten führen (unter 3,5m solltest du schon bleiben)
  • wenn du dein mobiles Zuhause alleine lässt, kann es sein du machst dir Sorgen wegen Autodieben
  • sehr unsportlich

Das wichtigste ist, du fühlst dich wohl.

Ob es nun minimalistisch mit 5 kg Gepäck und Daumen ist oder mit zwei 20 kg Koffern von Paradies zu Paradies fliegen. Die richtige Reiseform gibt es nicht.

Gehe an deine Grenzen, lass dich treiben und genieße den Moment. 

Hast du Bock auf ein Hotel, klappt es nicht mit dem Visum, nervt dich der Lärm der vorbeifahrenden Karren, fühlst du dich nicht sicher oder du hast einfach keinen Platz mehr für neue Eindrücke. 

Entspann dich, komm zur Ruhe, tanke Energie, fühle deinen Körper, egal ob es grade in dein Konzept passt oder nicht.

Verfasst von Waldemar,

30. Dezember 2018

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